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Konzerthaus, Aachen

Wie bei einem Bergkristall verbirgt sich hinter der rauhen Schale, die an einen behauenen Feuerstein erinnert und stimmungsvoll mit warmem orangefarbenen Licht von unten beleuchtet wird, der elegante Konzertsaal, der Probensaal und das Instrumentenlager. Dieser Feuerstein ruht in einer Vertiefung im Sockel, die gleichzeitig das untere "orange" Foyer bildet. Der Sockel und das exakt so große Dach bilden eine Einheit und nehmen alle dienenden Funktionen des Konzerthauses sowie die neue Tiefgarage auf. Der erste Eindruck des Saales besteht aus einer allseitig umgebenden purpurfarbenen Hülle (Wand und Decke) und einem hellem "Teppich" aus gebleichter Eiche. Die Wandoberflächen des Saales sind aus unterschiedlichen und nach akustischen Vorgaben geneigten "Schollen" verkleidet. Die entstehenden Fugen, welche ebenfalls akustische Relevanz haben, werden von innen hinterleuchtet und tauchen den Raum durch entsprechende Steuerung in verschiedene Licht- und Farbstimmungen.

Der Konzertsaal als "Kultur-Kern" stellt mit seinem purpurnen Innenkleid einen spannenden Kontrast zur rauhen Muschelkalkverkleidung der Außenhaut und zur förmlich in das Foyer hineinfließenden Natur dar - Gegensatz und Verschmelzung gleichzeitig.